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19.50 EUR
 

Transition
von der barocken Triosonate zum klassischen Trio

Eva Amsler, Flöte; Karl-Heinz Schütz, Flöte; Jeff Keesecker, Fagott; Shalev Ad-El, Cembalo/Orgel


 

amb 96931
EAN 4011392969314

Johann Sebastian Bach (1685-1759): Triosonate d-Moll für zwei Flöten und B.c., BWV 1036
Johann Christian Bach (1735-1782): Trio in C-Dur für 2 Flöten und Fagott
Trio in G-Dur für 2 Flöten und B.c.
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788): Trio E-Dur für 2 Flöten und B.c., Wq 162
Joseph Haydn (1732-1809): Trio 1 in C für 2 Flöten und Fagott, Hob IV:1
Trio 2 in G für 2 Flöten und Fagott, Hob IV:3
Triosatz in G für 2 Flöten und Fagott, Hob IV:4
Andante in G für 2 Flöten und Fagott, Hob IV:2

Nach eingehender Beschäftigung mit W.F. Bach’s Flötenduos und der Einspielung seiner 6 Duette wollten wir die Leichtigkeit, das Sprudelnde der Klassik erfahren und erarbeiten. Was für ein heiteres Spielgefühl machte sich für uns bei Haydns Londoner Trios erlebbar! Die virtuose Kommunikation und lyrische Melodik inspirierten uns. Gleichzeitig wurden wir neugierig – wie konnte innerhalb weniger Jahre (von Bach bis Haydn) eine solche Andersartigkeit von Musik und Form entstehen? Unser Interesse an der Entwicklung von der Triosonate zum klassischen Trio war geweckt – wir beobachteten dies am kompositorischen Geschehen zwischen zwei Generationen von Musikern der Familie Bach (JS, CPE und CH Bach).
Welchen Einfluss übten wohl die Lebensumstände in verschiedenen Ländern jener Zeit auf die ‘empfindsamen’ Komponisten-Seelen aus? Turbulent stürmend und drängend könnte man das weltpolitische geschehen jener Tage sicherlich zusammenfassen. Was für eine Zeit des Übergangs diese Jahrhundertwende geschichtlich doch war: Zurückblickend denkt man am Ende des 18. Jahrhunderts an die Französischen Revolution und die Gründung des Amerikanischen Staates: Schauplätze unterschiedlichster politischer und soziologischer Prägung. Von diesem allgemeinen und mehr nüchternen Standpunkt aus gesehen erscheint die Diversität und Gleichzeitigkeit von musikalischem Ausdruck und verschieden Stilen bzw. Geschmäckern auf der Hand zu liegen. Das Sein prägt sicherlich das Bewusstsein und Musik ist immer Ausdruck der Zeit, aus der sie geboren wird.
Die damalige (travers-)Flöte war im ausgehenden 18. Jahrhundert zum einen ein Modeinstrument par excellence, wendig und virtuos und zum anderen – im politischen Kontext gesehen - das bevorzugte Instrument des preußischen Königs Friedrich. Was steht nun im Vordergrund, wenn man all die Musik dieser Einspielung hört: ist es das Instrument des ‘ancien-régime’ das hier zu uns ‘spricht‘ - oder erahnen wir doch Aufklärung, Fortschritt oder gar Revolution aus dieser Klangrede?
Der Ernst und die Strenge des Barocken Stils, das Aufbrechen der Emotionen im Sturm und Drang werden in der Klassik sozusagen umstrukturiert und in eine neue Form gegossen. Von der Bachschen Fuge zum Haydn Menuet entsteht nicht nur die Umwandlung der Form von der Sonate zum Trio, und die der Besetzung vom Quartet zum Trio, nein es wird auch die des sozusagen entschlackten und leichteren helleren Gesamtklanges deutlich hörbar gemacht.
Für uns spielten nun verschiedene Komponenten eine Rolle, um zu entscheiden, in welchem klanglichen ‘Gewand‘ diese Musik auf Tonträger gebannt werden sollte. Die Besetzung des Basso continuo bzw. der Bassstimme lässt Freiheit und Imagination zu. Neben den Flöten auf weitere ‘Windkraft‘ zu setzen für diese Zeit des Überganges erschien uns wichtig und gibt dem Ganzen etwas andere Klangfacetten, wie ja auch der Empfindsame Stil mit neuen Ideen und Emotionen das Hören und Erleben erweiterte.
Zudem besteht die ‘Transition’ im klanglichen Sinne - neben Quellen nahem Musizieren - im Wesentlichen darin, dass wir mit unseren zwar hölzernen aber dennoch modernen Böhmflöten im Zusammenklang mit dem Fagott und – neben dem Cembalo - mit den vielen großen und kleinen Pfeifen der Orgel diese Musik des Übergangs gewissermaßen beatmen und beleben.

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