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19.50 EUR
 

Carl Philipp Emanuel Bach "für mich"


Ensemble Klangschmelze
Swantje Hoffmann, Viola & Violine; Leonard Schelb, Traversflöte; Ricardo Magnus, Fortepiano


 

amb 96957
EAN 4011392969574

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788): Quartette für Clavier, Flöte und Bratsche Wq. 93 - 95
Duett für Flöte und Violine Wq. 140
Clavierfantasie fis-Moll Wq. 67 ”C.P.E. Bachs Empfindungen”

Dass es für einen Komponisten des 18. Jahrhunderts nicht immer einfach war, sich kompositorisch, ästhetisch und formell treu zu bleiben und gleichzeitig den Anforderungen gerecht zu werden, die an einen in fürstlichen Diensten stehenden Hofmusiker gestellt wurden, zeigt eine Notiz Bachs: “Weil ich meine Arbeiten für gewisse Personen und fürs Publikum habe machen müssen, so bin ich dadurch allezeit mehr gebunden gewesen, als bey den wenigen Stücken, welche ich bloß für mich verfertigt habe.” (Selbstbiographie in Carl Burney’s Tagebuch seiner musikalischen Reisen Bd.3, Hamburg 1773).
Hier zeigt sich die Spannung zwischen dem eigenen künstlerischen Anspruch einerseits und der Notwendigkeit des Broterwerbs andererseits, bei dem auf den Geschmack “bestimmter Personen” Rücksicht genommen werden musste, unter anderem auf den Friedrichs des Großen, dem Carl Philipp Emanuel Bach dreißig Jahre als “Kammercembalist” am Berliner Hof diente.
Während eine beachtliche Zahl der Werke C.Ph.E. Bachs große Verbreitung erlebte, blieben die Clavierquartette von 1788 nur einer Handvoll Musikliebhaber und Musiker bekannt. Zu diesen zählten unter anderen der große Joseph Haydn, der die Partituren von Wq 93 & Wq 94 besaß. Erst 1952 wurden die Werke in “moderner” Notentypographie gedruckt.

In unsere Werkauswahl für die vorliegende Aufnahme haben wir zusätzlich zu Bachs drei Clavierquartetten ein innerhalb dieser Gattung ganz herausragendes Werk mit dem Titel “Carl Philipp Emanuel Bachs Empfindungen” aufgenommen. Wenn es je gelingen könnte, einem Komponisten ins Herz zu schauen, dann wohl bei diesem Stück größter Empfindsamkeit. Der Traum vieler Musiker ist es, mit Hilfe einer Zeitmaschine einmal einen Musikus vom Kaliber eines Carl Philipp Emanuel Bach improvisieren zu hören und möglichst unbemerkt seinen intimsten künstlerischen Gedanken zu lauschen. Die Fantasie in fis-Moll ist geradezu prädestiniert dafür, eine solche ersehnte musikalische Zeitreise zu erleben.

In ihrer Eigenartigkeit, Originalität, Kompromisslosigkeit und Zukunftsvision sind die drei Clavierquartette und die Fantasie fis-Moll vor allem eins: Werke, die uns den “privaten” Bach zeigen. Gerade so, als hätte er uns sagen wollen: Nun komponiere ich für mich.

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